abschiedstrauer.de

Abschied von der Erde - Briefe, Gedanken, Texte, Lieder, Gedichte, Geschichten, Reden

Musikalisches / Lieder - Gesang / Seite    1    /    2    /       /    4    /    5    /    6 

> ZUR STARTSEITE

1 Infos zum Singen

2 Moderne Lieder

3 Kirchenlieder

4 Neue Texte

5 Amazing Grace

6 CDs Trauergesang

Am Sterbebett

Traueranzeigen

Trauersprüche

Trauergespräch

Kinder dabei

Ablauf Trauerfeier

Feier mitgestalten

Musikalisches

Musik

Lieder / Gesang 3

Lesetexte zu Songs

Texte / Gebete

Ich gehe für immer

Du gingst fort

Ich tröste dich

Gedichte

Geschichten

Engeltexte

Bibellesung

Psalmtexte modern

Gebete

Fürbitten

Wünsche / Segen

Texte anhören

Am Grab

Reden / Symbole

Trauerreden

Meditationen

Symbole / Zeichen

Nachher / Erinnerung

Danksagungen

Totengedenken

Trauerartikel

Das Abschiedsbuch

CD-Texte / Musik

Geschenkbücher

Grafiksammlung

Engelkarten

Trauershop

Kirchenlieder, die die Trauergäste bei kirchlichen und freiern Bestattungen gemeinsam singen können.

Lieder für die kirchliche Bestattung der evangelischen sowie katholischen Kirche - mit Liedbeschreibung, Liedtext und Hörproben: Amazing Grace / Großer Gott / Ich bin ein Gast auf Erden / Noch kann ich es nicht fassen / Wir sind nur Gast auf Erden / Tut mir auf die schöne Pforte / So nimm denn meine Hände / Befiehl du deine Wege / Maria breit den Mantel aus

Traditionelle, bekannte Beerdigungslieder für Trauergottesdienst, Beisetzung, Beerdigung, Begräbnis, Trauerfeier

Amazing Grace

Unter "Musik Seite 3" habe ich Ihnen diese international bekannte Hymne als Vortragslied empfohlen. Ebenso eignet sich die Instrumentalversion als Melodie, die die Trauerfeier einleitet. Nun kann man Amazing Grace auch gemeinsam singen, mit deutschem oder englischem Text.

Amazing Grace mit einer Aufnahme von LeAnn Rimes:
> anhören

Hier ist ein meditativer Text, den man vorlesen kann:
> Liedmeditation

Hier sind zu Amazing Grace die
> Noten, Originaltext und deutscher Text

Großer Gott wir loben dich
(Liedtext und Hörbeispiele am Ende der Beschreibung!)

Mitten in die Trauer hinein loben und danken!

Ein Sterbefall gibt nicht nur Grund zur Klage und Trauer; er ist immer auch Anlass, Gott für das Geschenk des Lebens und für seine Begleitung zu danken und  zu loben. Lassen Sie in einer kurzen Hinführung zum Lied erklären, warum bei diesem konkreten Abschied Lob und Dank mitschwingen darf.  So hat dieses bekannte Lied durchaus einen Platz im Rahmen der Trauerfeier. Oft macht die Traueransprache bzw. der vorgetragene Nachruf den Grund für Dank und Lob deutlich; dann kann sich "Großer Gott wir loben dich" direkt anschließen.

Die Strophen entsprechend der Texte sorgfältig auswählen!

Lassen Sie aber die erste Strophe aus. Wählen Sie aus den vielen Versen des Liedes zwei oder drei aus, die besonders zum Abschied passen. Dann klingt Lob und Dank in der Melodie mit, obwohl Sie von Not (Vers 3), Trost (Vers 5), Aufnahme in den Himmel (Vers 8), Ewigkeit (Vers 9), Rettung aus Tod (Vers 10) oder Hoffnung (Vers 11) singen.

Die besondere Strophe - Bitte um Segen

Im ehemaligen evangelischen Kirchengesangbuch (EKG) gibt es noch eine Strophe mit Bitte um den Segen. Diese finde ich textlich besonders geeignet. Ich habe sie den elf Strophen der ökumenischen Fassung als Vers 12 angehängt. Ich empfehle, diesen Vers zum Abschluss der Trauerfeier anzustimmen.

"Großer Gott, wir loben dich" finden Sie im katholischen Gotteslob sowie im Evangelischen Gesangbuch in identischer ökumenischer Fassung mit elf Strophen (GL Nr. 257 / EG 331).

Hörbeispiele und Text "Großer Gott, wir loben dich":

Requiem für Otto von Habsburg im Dom St. Stephan Erzherzog von Habsburg
> anhören

"Großer Gott, wir loben dich" von einem Chor gesungen:
> anhören

Bei Papstmesse in München September 2006: 
> anhören

Orgel instrumental:  > anhören

> runter zum Text "Großer Gott wir loben dich"

Weiter zu > "Ich bin ein Gast auf Erden" und "Noch kann ich es nicht fassen"

> zum Seitenanfang


Ich bin ein Gast auf Erden
Noch kann ich es nicht fassen

Dies sind zwei Beerdigungslieder aus der Rubrik "Sterben und Ewiges Leben" des Evangelischen Gesangbuches (Nr. 529 und 531). Beide Lieder haben dieselbe Melodie. Es ist die Melodie des Trauerliedes "O Haupt voll Blut und Wunden", wie wir sie im Evangelischen Gesangbuch unter Nr. 85, und im katholischen Gotteslob unter Nr. 179 finden.

Die Melodie, auf die diese beiden Beerdigungslieder gesungen werden:

Die Melodie auf der Kirchenorgel:  > anhören

Die Melodie auf Klavier:  > anhören

Tipp 1:  Den Text von "Ich bin ein Gast auf Erden" schrieb Paul Gerhardt im Jahr 1666. Wie alle Lieder, zu denen Paul Gerhardt die Texte lieferte, hat es viele Strophen; wählen Sie also zwei oder drei aus den 12 Strophen aus. Für das gemeinsame singen dieses Trauerchorals eignen sich textlich besonders die Verse 1,7 und 11 > Diese drei Verse ansehen

Tipp 2: Kombinieren Sie den ersten Vers von "Noch kann ich es nicht fassen" mit Vers sieben oder elf von "Ich bin ein Gast auf Erden". Diese Strophenabfolge der beiden Lieder können Sie zur Beerdigung mit derselben Melodie singen: > Verse ansehen

Tipp 3: Beide Bestattungslieder "Ich bin ein Gast auf Erden" und "Noch kann ich es nicht fassen" lassen sich ebenfalls auf die Melodie von "Befiehl du deine Wege" (EG Nr. 361) singen. Das ist auch die Melodie der Lieder "Das Jahr geht still zu Ende" (EG 63) sowie von "Gib Frieden, Herr, gib Frieden" (EG 430). Wenn Sie diese bekannte Melodie zugrundelegen, können Sie dazu passende Verse aus den fünf Liedern zusammenstellen.

Verbinden Sie z. B. Vers 1 von "Befiehl du deine Wege" mit Vers 7 bzw. 11 von "Ich bin ein Gast auf Erden": > Text sehen

Tipp 4: Das Jahr geht still zu Ende / Kombinieren Sie Verse dieser Lieder mit Versen des Liedes "Das Jahr geht still zu Ende", das zur selben Melodie gesungen werden kann: z. B. Vers (eins) zwei von "Das Jahr geht still zu Ende" mit Vers eins von "Noch kann ich es nicht fassen". In dieser Abfolge können die Strophen dann bei der Beerdigung gesungen werden: > Texte ansehen

Weitere Verszusammenstellungen von Versen dieser Trauerlieder Lieder sind möglich: z. B. Vers 2 von "Das Jahr geht still zu Ende" mit Vers 2 von "Noch kann ich es nicht fassen":

Hier sind die gesamten Texte dieser drei Trauerlieder:

> "Ich bin ein Gast auf Erden" runter zum Text

> "Noch kann ich es nicht fassen" runter zum Text

> "Das Jahr geht still zu Ende" runter zum Text

Tipp 5: Die Texte dieser drei Lieder lassen sich auch auf die Melodie von "Befiehl du deine Wege singen". Wenn Sie diese Melodie wählen, so können Sie Verse der vier verschiedenen Lieder entsprechend Ihrer Textwünsche kombinieren.

weiter zu > Befiehl du deine Wege

> zum Seitenanfang


Das Abschiedsbuch

Ein Ratgeber voller Geschichten, Gedichte, Sprüche, Bibeltexte, Beispiele für einen Nachruf mit, Beschreibung der schönsten Lieder für Trauerfeier, Trauergottesdienst, Beerdigung und Beisetzung am Grab.

> mehr Infos zum Buch


Befiehl du deine Wege

Paul Gerhardt hat kurz nach dem dreißigjährigen Krieg den Text geschrieben, im Jahr 1653. Der Theologe Paul Gerhardt, geboren 1607, hatte ein schweres Leben, als er vierzehn war, waren Vater und Mutter schon verstorben, die Pestepidemien und der dreißigjährige Krieg bestimmten den größten Teil seines Lebens. Von fünf seiner Kinder starben vier früh. Leid ist der Hintergrund seiner Texte, die Trost, Ermunterung und Gottvertrauen vermitteln wollen. Zum Teil entstanden sie am Sterbebett seiner Kinder oder während er seiner trauernden Frau die Hand hielt.

Das besondere am Text: Die ersten ein, zwei Worte der zwölf Verse ergeben hintereinander den Satz: " Befiehl dem Herren deine Wege und hoff auf ihn, er wird’s wohl machen." Das ist der bekannte Vers fünf des Psalms 37.

"Befiehl du deine Wege" auf der Beerdigung gesungen und der Text:

Befiehl du deine Wege solo gesungen:
> anhören

Hier wird es nach einem längern Orgelvorspiel vom Chor gesungen:  >  anhören

So klingt es, wenn diesen Choral die Trauergemeinde gemeinsam singt: 
> anhören

> runter zum Text "Befiehl du deine Wege"

Tipp: Kombinieren Sie Verse verschiedener Lieder miteinander. Auch die Lieder " Ich bin ein Gast auf Erden" (529), "Noch kann ich es nicht fassen" (EG 531) sowie "Das Jahr geht still und Ende" (EG 63) und "Gib Frieden (EG 430) lassen sich auf diese Melodie singen. (Diese Lieder sind weiter oben auf dieser Seite beschrieben. Da finden Sie die Texte der Lieder.

Mischen Sie Strophen von "Befiehl du deine Wege" mit Strophen von "Ich bin ein Gast auf Erden" oder "Noch kann ich es nicht fassen".

Verbinden Sie die erste Strophe von "Befiehl die deine Wege" mit der siebten oder elften Strophe von "Ich bin ein Gast auf Erden". / Kombinieren Sie den ersten Vers von "Befiehl du deine Wege" mit dem ersten Vers  von "Das Jahr geht still zu Ende".

Oder singen Sie die zweite Strophe von "Das Jahr geht still zu Ende" und die erste von "Befiehl du deine Wege".

Weiter zu > Wir sind nur Gast auf Erden

> zum Seitenanfang


Wir sind nur Gast auf Erden

Text: Georg Thurmair 1935 / Melodie: Adolf Lohmann 1935

Dieses Trauerlied wird bei Beerdigungen der katholischen Kirche gern und oft gesungen. Es steht im Gotteslob unter Nr. 656. Bei evangelischen Trauerfeiern hören wir es selten. Im Evangelischen Gesangbuch finden wir es im Regionalteil für Österreich unter der Nr. 672.

Melodie und Text von "Wir sind nur Gast auf Erden"

Hier das Lied mit Akkordeon- und Gitarrenbegleitung sowie Text und Gitarrengriffen:  anhören

Mit Orgelbegleitung in der Kirche anhören

Hier ist ein a capella Gesang mit einem anderen Text:  > anhören auf youtube

> runter zum Text von "Wir sind nur Gast auf Erden"

weiter zu > Tut mir auf die schöne Pforte

> zum Seitenanfang


Tut mir auf die schöne Pforte

Text: Benjamin Schmolck 1734 / Melodie: Joachim Neander 1680

Für sein Alter hat dieser Choral eine sehr ansprechende, modern wirkende Melodie. Sie weckt Hoffnung und gibt Trost. Sie finden dieses Lied im Evangelischen Gesangbuch unter Nr. 166. Es ist kein typisches Trauerlied. Doch insbesondere die Verse eins und zwei mit Sätzen wie "Führt in Gottes Haus mich ein" und "Ich bin, Herr, zu dir gekommen" passen zum Abschied eines Menschen von dieser Welt.

Hörbeispiele und Text von "Tut mir auf die schöne Pforte"

Hier singt ein Chor:  > anhören

Gemeindegesang mit starker Orgelbegleitung: 
> anhören

Hier hören Sie die Melodie auf Streichinstrumenten gespielt:  > anhören

> runter zum Text von "Tut mir auf die schöne Pforte"

weiter zu > So nimm den meine Hände

> zum Seitenanfang


So nimm denn meine Hände

Julie von Hausmann (1826 - 1901) schrieb den Text dieses Lied in der Nacht, nachdem sie vom Tod Ihres Verlobten erfahren hatte. Er hatte kurze Zeit vorher eine Stelle als Missionar in Afrika angenommen. Sie war ihm mit dem Schiff nachgereist, von Estland aus, wo sie lebte. In Afrika wollten sie heiraten und miteinander leben. Doch bei ihrer Ankunft überbrachte man ihr die Nachricht vom Tod ihres Verlobten. Er war einige Tage vorher an einer Infektion gestorben und mittlerweile schon beerdigt. In der darauffolgenden, schlaflosen Nacht schrieb sie das Gedicht "So nimm denn meine Hände". 

Später, im Jahre 1862, Julie von Hausmann war 36 Jahre alt, veröffentlichte sie den Text in einem Gedichtband. Friedrich Silcher (ihm wurde die Rebsorte Silcher gewidmet) komponierte zum Text die Melodie. Das Lied wurde weltweit bekannt. Generationen sangen es nicht nur zu traurigen Anlässen; es wurde auch ein beliebtes Hochzeitslied. Es steht im Evangelischen Gesangbuch (EG 376).

Pastor Bert Hitzegrad von der Kirchengemeinde Cadenberge-Wingst hat zu "So nimm den meine Hände"  veröffentlicht:  > Andacht lesen

Hier hören Sie "So nimm denn meine Hände" von der Sopranistin Evelyn Ziegler gesungen:  > anhören

Hier hören Sie diesen Trauerchoral auf der Orgel:  > anhören

> runter zum Liedtext "So nimm denn meine Hände"

weiter zu > Maria, breit den Mantel aus

> zum Seitenanfang


Maria, breit den Mantel aus

Dieses Lied von 1640 hatte ursprünglich 29 Strophen. Vier Verse finden wir im katholischen Gotteslob unter der Nr. 595 mit einer Melodie, die Joseph Mohr 1891 schrieb.

 

Die Melodie und der Text dieses Beerdigungschorals:

Kirchenorgel: anhören

Da kann man mitsingen: anhören

> runter zum Liedtext "Maria breit den Mantel aus"

Weiter zu > Die vollständigen Texte dieser Trauerchoräle

Wird mit der Trauergemeinde nicht gesungen, so können Lieder vom Datenträger abgespielt werden. Dazu zeige ich Ihnen:

> CDs mit Liedern für die Beerdigung


Das Abschiedsbuch

In diesem Buch finden Sie die Beschreibung aller Lieder, die auf diesen Seiten sind - mit Angabe des Links, wo man sie kostenlos anhören kann.

> mehr Infos zum Buch



 

Blicken Sie hier in diese " Geschenkbücher" zu Trauer, Abschied und Erinnerung:

Erinnerungen an einen lieben Menschen

Wenn die Sonne untergeht

Verlier nicht den Mut

 

 

> Zum Seitenanfang

Die Texte der Trauerlieder

Hier sind die Texte der Kirchenlieder zu Trauer, Abschied. Diese Lieder kann man zum Totengedenken, bei Beerdigungen, Begräbnissen, Beisetzungen, Trauerfeiern in der Kirche bzw. Trauerhalle oder Friedhofskapelle singen. Die Lieder haben viele Strophen. Wir zeigen Ihnen hier alle Verse. Doch schließlich müssen Sie eine Auswahl treffen. Beschränken Sie sich auf zwei bis drei Strophen. Damit die Trauergemeinde mitsingen kann, muss ihr der Text natürlich in gedruckter Form als Liedblatt vorliegen.

Der vollständige Text von "Großer Gott wir loben dich!"

Großer Gott, wir loben dich

Ökumenische Fassung - So steht dieser Choral im Gotteslob (Nr. 257) und im und im Evangelischen Gesangbuch (Nr. 331):

1. Großer Gott, wir loben dich,
Herr, wir preisen deine Stärke.
Vor dir neigt die Erde sich
und bewundert deine Werke.
Wie du warst vor aller Zeit,
so bleibst du in Ewigkeit.

2. Alles, was dich preisen kann,
Cherubim und Seraphinen,
stimmen dir ein Loblied an,
alle Engel, die dir dienen,
rufen dir stets ohne Ruh:
"Heilig, heilig, heilig!" zu.

3. Heilig, Herr Gott Zebaoth!
Heilig, Herr der Himmelsheere!
Starker Helfer in der Not!
Himmel, Erde, Luft und Meere
sind erfüllt von deinem Ruhm;
alles ist dein Eigentum.

4. Der Apostel heilger Chor,
der Propheten hehre Menge
schickt zu deinem Thron empor
neue Lob- und Dankgesänge;
der Blutzeugen lichte Schar
lobt und preist dich immerdar.

5. Dich, Gott Vater auf dem Thron,
loben Große, loben Kleine.
Deinem eingebornen Sohn
singt die heilige Gemeinde,
und sie ehrt den Heilgen Geist,
der uns seinen Trost erweist.

6. Du, des Vaters ewger Sohn,
hast die Menschheit angenommen,
bist vom hohen Himmelsthron
zu uns auf die Welt gekommen,
hast uns Gottes Gnad gebracht,
von der Sünd uns frei gemacht.

7. Durch dich steht das Himmelstor
allen, welche glauben, offen;
du stellst uns dem Vater vor,
wenn wir kindlich auf dich hoffen;
du wirst kommen zum Gericht,
wenn der letzte Tag anbricht.

8. Herr, steh deinen Dienern bei,
welche dich in Demut bitten.
Kauftest durch dein Blut uns frei,
hast den Tod für uns gelitten;
nimm uns nach vollbrachtem Lauf
zu dir in den Himmel auf.

9. Sieh dein Volk in Gnaden an.
Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe;
leit es auf der rechten Bahn,
dass der Feind es nicht verderbe.
Führe es durch diese Zeit,
nimm es auf in Ewigkeit.

10. Alle Tage wollen wir
dich und deinen Namen preisen
und zu allen Zeiten dir
Ehre, Lob und Dank erweisen.
Rett aus Sünden, rett aus Tod,
sei uns gnädig, Herre Gott!

11. Herr, erbarm, erbarme dich.
Lass uns deine Güte schauen;
deine Treue zeige sich,
wie wir fest auf dich vertrauen.
Auf dich hoffen wir allein:
lass uns nicht verloren sein.

Sondervers 12 (aus dem alten evangelischen Gesangbuch): 

Herr, erbarm, erbarme dich!
Auf uns komme, Herr, dein Segen.
Leit und schütz uns väterlich,
bleib bei uns auf allen Wegen.
Auf dich hoffen wir allein,
lass uns nicht verloren sein.

Text: Ignaz Franz 1768 nach dem "Te Deum laudamus" aus dem 4. Jahrhundert
Melodie: Lüneburg 1668, Wien um 1776, Leipzig 1819

Dies sind die drei Verse des Liedes "Großer Gott wir loben dich", 
die sich besonders zur Trauerfeier, 
Beisetzung, Begräbnisfeier eignen:

Vers 8

Herr, steh deinen Dienern bei,
welche dich in Demut bitten.
Kauftest durch dein Blut uns frei,
hast den Tod für uns gelitten;
nimm uns nach vollbrachtem Lauf
zu dir in den Himmel auf.

Vers 11

Herr, erbarm, erbarme dich.
Lass uns deine Güte schauen;
deine Treue zeige sich,
wie wir fest auf dich vertrauen.
Auf dich hoffen wir allein:
lass uns nicht verloren sein.

Alter Vers , der nicht mehr in den Kirchengesangbüchern steht

Herr, erbarm, erbarme dich!
Auf uns komme, Herr, dein Segen.
Leit und schütz uns väterlich,
bleib bei uns auf allen Wegen.
Auf dich hoffen wir allein,
lass uns nicht verloren sein.

> hoch zur Liedbeschreibung

Drei geeignete Verse von "Ich bin ein Gast auf Erden" 
für Requiem, Trauergottesdienst,
Beerdigung, Beisetzung, Bestattung

Tipp 1 Auswahl der Verse für die Bestattung

Den Text von "Ich bin ein Gast auf Erden" schrieb Paul Gerhardt im Jahr 1666. Wie alle Lieder, zu denen Paul Gerhardt die Texte lieferte, hat es viele Strophen; wählen Sie also zwei oder drei aus den 12 Strophen aus. Für das gemeinsame singen dieses Trauerchorals eignen sich textlich besonders die Verse 1,7 und 11

1. Ich bin ein Gast auf Erden
und hab hier keinen Stand;
der Himmel soll mir werden,
da ist mein Vaterland.
Hier reis ich bis zum Grabe;
dort in der ewgen Ruh
ist Gottes Gnadengabe,
die schließt all Arbeit zu.

7. Mein Heimat ist dort droben,
da aller Engel Schar
den großen Herrscher loben,
der alles ganz und gar
in seinen Händen träget
und für und für erhält,
auch alles hebt und leget,
wie es ihm wohlgefällt.

11. Du aber, meine Freude,
du meines Lebens Licht,
du ziehst mich, wenn ich scheide,
hin vor dein Angesicht
ins Haus der ewgen Wonne,
da ich stets freudenvoll
gleich wie die helle Sonne
mit andern leuchten soll.

 

Tipp 2 Liedzusammenstellung

Kombinieren Sie den ersten Vers von "Noch kann ich es nicht fassen" mit Vers sieben oder elf von "Ich bin ein Gast auf Erden". Diese Strophenabfolge der beiden Lieder lässt sich zur Beerdigung mit derselben Melodie singen:

Vers 1 des Liedes "Noch kann ich es nicht fassen"

Noch kann ich es nicht fassen,
was deine Schickung meint;
doch will ich dich nicht lassen,
wie auch mein Auge weint.
Auf deine Liebe trauen
will ich, mein Herr und Gott,
und gläubig aufwärts schauen
in meiner Herzensnot.

Vers 7 des Liedes "Ich bin ein Gast auf Erden"

7. Mein Heimat ist dort droben,
da aller Engel Schar
den großen Herrscher loben,
der alles ganz und gar
in seinen Händen träget
und für und für erhält,
auch alles hebt und leget,
wie es ihm wohlgefällt.

Vers 11 des Liedes "Ich bin ein Gast auf Erden"

11. Du aber, meine Freude,
du meines Lebens Licht,
du ziehst mich, wenn ich scheide,
hin vor dein Angesicht
ins Haus der ewgen Wonne,
da ich stets freudenvoll
gleich wie die helle Sonne
mit andern leuchten soll.

 

Tipp 3: Auswahl von Versen verschiedener Beerdigungslieder zur Melodie von "Befiehl du deine Wege"

Verbinden Sie z. B. Vers 1 von "Befiehl du deine Wege" mit Vers 7 bzw. 11 von "Ich bin ein Gast auf Erden": 

Vers 1 von "Befiehl du deine Wege"

1. Befiehl du deine Wege
und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann.

Vers 7 des Liedes "Ich bin ein Gast auf Erden"

Mein Heimat ist dort droben,
da aller Engel Schar
den großen Herrscher loben,
der alles ganz und gar
in seinen Händen träget
und für und für erhält,
auch alles hebt und leget,
wie es ihm wohlgefällt.

Vers 11 des Liedes "Ich bin ein Gast auf Erden"

11. Du aber, meine Freude,
du meines Lebens Licht,
du ziehst mich, wenn ich scheide,
hin vor dein Angesicht
ins Haus der ewgen Wonne,
da ich stets freudenvoll
gleich wie die helle Sonne
mit andern leuchten soll.

 

Tipp 4: Das Jahr geht still zu Ende

 Kombinieren Sie Verse dieser Lieder mit Versen des Liedes "Das Jahr geht still zu Ende", das zur selben Melodie gesungen werden kann: z. B. Vers (eins) zwei von "Das Jahr geht still zu Ende" mit Vers eins von "Noch kann ich es nicht fassen". In dieser Abfolge können die Strophen dann bei der Beerdigung gesungen werden:

Vers 1 "Das Jahr geht still zu Ende"

1. Das Jahr geht still zu Ende,
nun sei auch still, mein Herz.
In Gottes treue Hände
leg ich nun Freud und Schmerz
und was dies Jahr umschlossen,
was Gott der Herr nur weiß,
die Tränen, die geflossen,
die Wunden brennend heiß.

Vers zwei "Das Jahr geht still zu Ende"

2. Warum es so viel Leiden,
so kurzes Glück nur gibt?
Warum denn immer scheiden,
wo wir so sehr geliebt?
So manches Aug gebrochen
und mancher Mund nun stumm,
der erst noch hold gesprochen:
du armes Herz, warum?

Vers 1 "Noch kann ich es nicht fassen"

1. Noch kann ich es nicht fassen,
was deine Schickung meint;
doch will ich dich nicht lassen,
wie auch mein Auge weint.
Auf deine Liebe trauen
will ich, mein Herr und Gott,
und gläubig aufwärts schauen
in meiner Herzensnot.

> hoch zu Liedern

> zum Seitenanfang

Der Text der zwölf Verse von "Ich bin ein Gast auf Erden"

Ich bin ein Gast auf Erden

So steht es im Evangelischen Gesangbuch unter der Nr. 529. Nicht zu verwechseln mit dem in vielen Regionen gern gesungenen "Wir sind nur Gast auf Erden", das ich weiter unten vorstelle.

1. Ich bin ein Gast auf Erden
und hab hier keinen Stand;
der Himmel soll mir werden,
da ist mein Vaterland.
Hier reis ich bis zum Grabe;
dort in der ewgen Ruh
ist Gottes Gnadengabe,
die schließt all Arbeit zu.

2. Was ist mein ganzes Wesen
von meiner Jugend an
als Müh und Not gewesen?
Solang ich denken kann,
hab ich so manchen Morgen,
so manche liebe Nacht
mit Kummer und mit Sorgen
des Herzens zugebracht.

3. Mich hat auf meinen Wegen
manch harter Sturm erschreckt;
Blitz, Donner, Wind und Regen
hat mir manch Angst erweckt;
Verfolgung, Hass und Neiden,
ob ich's gleich nicht verschuld't,
hab ich doch müssen leiden
und tragen mit Geduld.

4. So ging's den lieben Alten,
an deren Fuß und Pfad
wir uns noch täglich halten,
wenn's fehlt am guten Rat;
sie zogen hin und wieder,
ihr Kreuz war immer groß,
bis dass der Tod sie nieder
legt in des Grabes Schoß.

5. Ich habe mich ergeben
in gleiches Glück und Leid;
was will ich besser leben
als solche großen Leut?
Es muss ja durchgedrungen,
es muss gelitten sein;
wer nicht hat wohl gerungen,
geht nicht zur Freud hinein.

6. So will ich zwar nun treiben
mein Leben durch die Welt,
doch denk ich nicht zu bleiben
in diesem fremden Zelt.
Ich wandre meine Straße,
die zu der Heimat führt,
da mich ohn alle Maße
mein Vater trösten wird.

7. Mein Heimat ist dort droben,
da aller Engel Schar
den großen Herrscher loben,
der alles ganz und gar
in seinen Händen träget
und für und für erhält,
auch alles hebt und leget,
wie es ihm wohlgefällt.

8. Zu dem steht mein Verlangen,
da wollt ich gerne hin;
die Welt bin ich durchgangen,
dass ich's fast müde bin.
Je länger ich hier walle,
je wen'ger find ich Freud,
die meinem Geist gefalle;
das meist ist Herzeleid.

9. Die Herberg ist zu böse,
der Trübsal ist zu viel.
Ach komm, mein Gott, und löse
mein Herz, wenn dein Herz will;
komm, mach ein seligs Ende
an meiner Wanderschaft,
und was mich kränkt, das wende
durch deinen Arm und Kraft.

10. Wo ich bisher gesessen,
ist nicht mein rechtes Haus.
Wenn mein Ziel ausgemessen,
so tret ich dann hinaus;
und was ich hier gebrauchet,
das leg ich alles ab,
und wenn ich ausgehauchet,
so scharrt man mich ins Grab.

11. Du aber, meine Freude,
du meines Lebens Licht,
du ziehst mich, wenn ich scheide,
hin vor dein Angesicht
ins Haus der ewgen Wonne,
da ich stets freudenvoll
gleich wie die helle Sonne
mit andern leuchten soll.

12. Da will ich immer wohnen
- und nicht nur als ein Gast -
bei denen, die mit Kronen
du ausgeschmücket hast;
da will ich herrlich singen
von deinem großen Tun
und frei von schnöden Dingen
in meinem Erbteil ruhn.

Text: Paul Gerhardt 1666/67
Melodie: O Haupt voll Blut und Wunden (Melodie im Evangelischen Gesangbuch Nr. 85 / katholisches Gotteslob Nr. 179 .)

 

> Hier ist eine Predigt zum Lied "Ich bin ein Gast auf Erden"

> hoch zur Liedbeschreibung

> zum Seitenanfang

Der Text des Begräbnisliedes "Noch kann ich es nicht fassen"

Noch kann ich es nicht fassen

1. Noch kann ich es nicht fassen,
was deine Schickung meint;
doch will ich dich nicht lassen,
wie auch mein Auge weint.
Auf deine Liebe trauen
will ich, mein Herr und Gott,
und gläubig aufwärts schauen
in meiner Herzensnot.

2. Gib, dass mit dir ich lebe,
o mein Herr Jesu Christ,
dass nur nach dem ich strebe,
was gut und heilsam ist.
Lass auch in allem Leide
mit dir mich sein vereint,
bis mir zur ewgen Freude
die Gnadensonne scheint.

3. Zuletzt lass mich auch scheiden
mit dir, o Gottessohn;
nach Erdenglück und Leiden
führ mich zum Himmelsthron;
führ mich zu Freud und Wonne
der Seligen im Licht.
Du, meine Lebenssonne,
mein Gott, verlass mich nicht!

Text: Siebenbürgen vor 1898
Melodie: O Haupt voll Blut und Wunden (Melodie im Evangelischen Gesangbuch Nr. 85 / katholisches Gotteslob Nr. 179 .)

Vorschlag zur Auswahl der Lieder und der Verse: 

Je nach Situation empfiehlt es sich, Verse folgender Trauerchoräle miteinander zu mixen: "Ich bin nur Gast auf Erden" / "Noch kann ich es nicht fassen" / "Befiehl du deine Wege" / "Das Jahr geht still zu Ende". Diese Lieder können auf dieselbe Melodie gesungen werden! Diese Lieder und die Kombinationsmöglichkeiten habe ich beschrieben. Siehe weiter oben auf dieser Seite!

> hoch zur Liedbeschreibung

> zum Seitenanfang

Der vollständige Text des Trauerchorals "Das Jahr geht still zuende"

Dieses Trauer und Hoffnungslied habe ich nicht ausführlich beschrieben. 
Wegen der identischen Melodie habe ich es unter "Ich bin ein Gast auf Erden" eingeordnet .

Das Jahr geht still zu Ende

Text und Melodie im Evangelischen Gesangbuch (EG 63)

1. Das Jahr geht still zu Ende,
nun sei auch still, mein Herz.
In Gottes treue Hände
leg ich nun Freud und Schmerz
und was dies Jahr umschlossen,
was Gott der Herr nur weiß,
die Tränen, die geflossen,
die Wunden brennend heiß.

2. Warum es so viel Leiden,
so kurzes Glück nur gibt?
Warum denn immer scheiden,
wo wir so sehr geliebt?
So manches Aug gebrochen
und mancher Mund nun stumm,
der erst noch hold gesprochen:
du armes Herz, warum?

3. Dass nicht vergessen werde,
was man so gern vergisst:
dass diese arme Erde
nicht unsre Heimat ist.
Es hat der Herr uns allen,
die wir auf ihn getauft,
in Zions goldnen Hallen
ein Heimatrecht erkauft.

4. Hier gehen wir und streuen
die Tränensaat ins Feld,
dort werden wir uns freuen
im sel'gen Himmelszelt;
wir sehnen uns hienieden
dorthin ins Vaterhaus
und wissen's: die geschieden,
die ruhen dort schon aus.

5. O das ist sichres Gehen
durch diese Erdenzeit:
nur immer vorwärts sehen
mit sel'ger Freudigkeit;
wird uns durch Grabeshügel
der klare Blick verbaut,
Herr, gib der Seele Flügel,
dass sie hinüberschaut.

6. Hilf du uns durch die Zeiten
und mache fest das Herz,
geh selber uns zur Seiten
und führ uns heimatwärts.
Und ist es uns hienieden
so öde, so allein,
o lass in deinem Frieden
uns hier schon selig sein.

Text: Eleonore Reuß ( 1867
Melodie: Befiehl du deine Wege

> hoch zur Beschreibung "Ich bin ein Gast auf Erden"

> zum Seitenanfang

Text dieses in der katholischen Kirche sehr beliebten Beerdigungsliedes

Wir sind nur Gast auf Erden

Nicht verwechseln mit dem Paul-Gerhardt-Lied "Ich bin ein Gast auf Erden", das weiter oben beschrieben ist.

1. Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh mit mancherlei Beschwerden der ewigen Heimat zu.

2. Die Wege sind verlassen, und oft sind wir allein. In diesen grauen Gassen will niemand bei uns sein.

3. Nur einer gibt Geleite, das ist der Herre Christ; er wandert treu zur Seite, wenn alles uns vergisst.

4. Gar manche Wege führen aus dieser Welt hinaus. O, dass wir nicht verlieren den Weg zum Vaterhaus.

5. Und sind wir einmal müde, dann stell ein Licht uns aus, o Gott, in deiner Güte; dann finden wir nach Haus.

Text: Georg Thurmair 1935
Melodie: Adolf Lohmann 1935

Sie finden dieses Trauerlied im Gotteslob (katholisches Kirchengesangbuch) unter Nr. 656. Im Evangelischen Gesangbuch steht es im Regionalteil für Österreich unter der Nr. 672.

Hier ein anderer Text. Diesen Text, der alternativ zur Melodie gesungen werden kann, konnte ich in keinem Gesangbuch finden. Ich vermute, dass es sich um eine ältere bzw. volkstümliche Textfassung handelt. (Wenn jemand etwas dazu weiß, würde ich mich über Informationen freuen.)

Wir sind nur Gast auf erden und wandern ohne Ruh durch Freud und viel Beschwerden dem andern Leben zu.

Herr Gott weiß Trost uns geben, den Glauben auch dazu. Der Tod ist nur die Pforte, das Leben, Herr, bist Du.

Herr lass den Pfad uns finden, der führet hin zu dir. Lass unsern Weg dort münden in deines Reiches Tür.

Herr Gott weiß Trost uns geben, den Glauben auch dazu. Der Tod ist nur die Pforte, das Leben, Herr, bist Du.

Ist unser Weg am Ende, verdunkelt unser Sein. Nimm uns in deine Hände schenk, uns deins Reiches Glanz.

Herr Gott weiß Trost uns geben, den Glauben auch dazu. Der Tod ist nur die Pforte, das Leben, Herr, bist Du.

> hoch zur Liedbeschreibung

> zum Seitenanfang

Text des Kirchenliedes "Tut mir auf die schöne Pforte

Tut mir auf die schöne Pforte

Ein Choral aus dem Evangelischen Gesangbuch (EG 166)

1. Tut mir auf die schöne Pforte,
führt in Gottes Haus mich ein;
ach wie wird an diesem Orte
meine Seele fröhlich sein!
Hier ist Gottes Angesicht,
hier ist lauter Trost und Licht.

2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen,
komme du nun auch zu mir.
Wo du Wohnung hast genommen,
da ist lauter Himmel hier.
Zieh in meinem Herzen ein,
lass es deinen Tempel sein.

3. Lass in Furcht mich vor dich treten,
heilige du Leib und Geist,
dass mein Singen und mein Beten
ein gefällig Opfer heißt.
Heilige du Mund und Ohr,
zieh das Herze ganz empor.

4. Mache mich zum guten Lande,
wenn dein Samkorn auf mich fällt.
Gib mir Licht in dem Verstande
und, was mir wird vorgestellt,
präge du im Herzen ein,
lass es mir zur Frucht gedeihn.

5. Stärk in mir den schwachen Glauben,
lass dein teures Kleinod mir
nimmer aus dem Herzen rauben,
halte mir dein Wort stets für,
dass es mir zum Leitstern dient
und zum Trost im Herzen grünt.

6. Rede, Herr, so will ich hören,
und dein Wille werd erfüllt;
nichts lass meine Andacht stören,
wenn der Brunn des Lebens quillt;
speise mich mit Himmelsbrot,
tröste mich in aller Not.

Text: Benjamin Schmolck 1734
Melodie: Joachim Neander 1680

> hoch zur Liedbeschreibung "Tut mir auf die schöne Pforte"

> zum Seitenanfang

Der Text dieses Trauerliedes

So nimm denn meine Hände

1. So nimm denn meine Hände
und führe mich
bis an mein selig Ende
und ewiglich.
Ich mag allein nicht gehen,
nicht einen Schritt:
wo du wirst gehn und stehen,
da nimm mich mit.

2. In dein Erbarmen hülle
mein schwaches Herz
und mach es gänzlich stille
in Freud und Schmerz.
Lass ruhn zu deinen Füßen
dein armes Kind:
es will die Augen schließen
und glauben blind.

3. Wenn ich auch gleich nichts fühle
von deiner Macht,
du führst mich doch zum Ziele
auch durch die Nacht:
so nimm denn meine Hände
und führe mich
bis an mein selig Ende
und ewiglich!

Text: Julie Hausmann 1862
Melodie: Friedrich Silcher 1842

Das Lied ist eines der bekanntesten Kirchenchoräle, insbesondere gesungen zu Trauerfeiern, Begräbnissen, Totengedenken aber auch zu kirchlichen Trauungen. Es steht im Evangelischen Gesangbuch (EG 376)

> hoch zur Liedbeschreibung "So nimm den meine Hände"

> zum Seitenanfang

Alle zwölf Verse des Trauerliedes "Befiehl du deine Wege"

Befiehl du deine Wege

Ein Paul-Gerhardt-Lied. Es hat zwölf Strophen, natürlich zu viele, sie zur Beisetzung oder zum Totengedenken zu singen. Wie bei allen Trauerchorälen müssen ein, zwei oder drei Verse auswählen.

1. Befiehl du deine Wege
und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann.

2. Dem Herren musst du trauen,
wenn dir's soll wohlergehn;
auf sein Werk mußt du schauen,
wenn dein Werk soll bestehn.
Mit Sorgen und mit Grämen
und mit selbsteigner Pein
lässt Gott sich gar nichts nehmen,
es muss erbeten sein.

3. Dein ewge Treu und Gnade,
o Vater, weiß und sieht,
was gut sei oder schade
dem sterblichen Geblüt;
und was du dann erlesen,
das treibst du, starker Held,
und bringst zum Stand und Wesen,
was deinem Rat gefällt.

4. Weg hast du allerwegen,
an Mitteln fehlt dir's nicht;
dein Tun ist lauter Segen,
dein Gang ist lauter Licht;
dein Werk kann niemand hindern,
dein Arbeit darf nicht ruhn,
wenn du, was deinen Kindern
ersprießlich ist, willst tun.

5. Und ob gleich alle Teufel
hier wollten widerstehn,
so wird doch ohne Zweifel
Gott nicht zurücke gehn;
was er sich vorgenommen
und was er haben will,
das muss doch endlich kommen
zu seinem Zweck und Ziel.

6. Hoff, o du arme Seele,
hoff und sei unverzagt!
Gott wird dich aus der Höhle,
da dich der Kummer plagt,
mit großen Gnaden rücken;
erwarte nur die Zeit,
so wirst du schon erblicken
die Sonn der schönsten Freud.

7. Auf, auf, gib deinem Schmerze
und Sorgen gute Nacht,
lass fahren, was das Herze
betrübt und traurig macht;
bist du doch nicht Regente,
der alles führen soll,
Gott sitzt im Regimente
und führet alles wohl.

8. Ihn, ihn lass tun und walten,
er ist ein weiser Fürst
und wird sich so verhalten,
dass du dich wundern wirst,
wenn er, wie ihm gebühret,
mit wunderbarem Rat
das Werk hinausgeführet,
das dich bekümmert hat.

9. Er wird zwar eine Weile
mit seinem Trost verziehn
und tun an seinem Teile,
als hätt in seinem Sinn
er deiner sich begeben
und sollt'st du für und für
in Angst und Nöten schweben,
als frag er nichts nach dir.

10. Wird's aber sich befinden,
dass du ihm treu verbleibst,
so wird er dich entbinden,
da du's am mindsten glaubst;
er wird dein Herze lösen
von der so schweren Last,
die du zu keinem Bösen
bisher getragen hast.

11. Wohl dir, du Kind der Treue,
du hast und trägst davon
mit Ruhm und Dankgeschreie
den Sieg und Ehrenkron;
Gott gibt dir selbst die Palmen
in deine rechte Hand,
und du singst Freudenpsalmen
dem, der dein Leid gewandt.

12. Mach End, o Herr, mach Ende
mit aller unsrer Not;
stärk unsre Füß und Hände
und lass bis in den Tod
uns allzeit deiner Pflege
und Treu empfohlen sein,
so gehen unsre Wege
gewiss zum Himmel ein.

Text: Paul Gerhardt 1653
Melodie: Bartholomäus Gesius 1603; bei Georg Philipp Telemann 1730

Folgende Choräle können zur selben Melodie gesungen werden wie "Befiehl du deine Wege": "Ich bin nur Gast auf Erden" / "Noch kann ich es nicht fassen" / "Das Jahr geht still zu Ende". Da auch diese Lieder für die Gestaltung des Begräbnisses bzw. der Trauerfeier geeignet sind, lassen sich einzelne Verse miteinander kombinieren. Weiter oben auf dieser Seite habe ich dazu einige konkrete Vorschläge zur Versauswahl gemacht.

> hoch zur Liedbeschreibung "Befiehl du deine Wege"

> zum Seitenanfang

Eines der auf Beerdigungen der katholischen Kirche häufigst gesungenen Lieder

Maria, breit den Mantel aus

1. Maria, breit den Mantel aus, 
mach Schirm und Schild für uns daraus;
lass uns darunter sicher stehn, 
bis alle Stürm vorübergehn!
Patronin voller Güte,
uns allezeit behüte!

2. Dein Mantel ist sehr weit und breit,
er deckt die ganze Christenheit,
er deckt die weite, breite Welt,
ist aller Zuflucht und Gezelt.
Patronin voller Güte, uns allezeit behüte!

3. Maria, hilf der Christenheit, 
zeig deine Hilf uns allezeit
mit deiner Gnade bei uns bleib, 
bewahre uns an Seel und Leib! 
Patronin voller Güte,
uns allezeit behüte!

4. O Mutter der Barmherzigkeit,
den Mantel über uns ausbreit;
uns all darunter wohl bewahr,
zu jeder Zeit in aller Gefahr.
Patronin voller Güte,
uns allezeit behüte.

> hoch zur Beschreibung des Liedes "Maria breit den Mantel aus"

Seite 2: > Moderne Lieder und Gospelsongs

Seite 4: > Neue Texte zu beliebten Melodien

Seite 6 > CDs Abschiedslieder, Trauersongs

Seite 1: > Tipps zur Wahl der Lieder

> zum Seitenanfang

abschiedstrauer.de / Ein Angebot von Dipl.-Päd. Pfr. Frank Maibaum  © 2011 www.frank-maibaum.de  /  Stand: 13.03.2014   Impressum  /  Urheberrecht