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Ablauf einer zeitgemäßen, modernen
kirchlichen Begräbnisfeier (evangelisch, katholisch, ökumenisch)
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> Übersicht über den kirchlichen Beerdigungsablauf
>
Den Beerdigungsverlauf mit Beispieltexten und Liedern
>
Den Ablauf der Bestattung mit Erklärungen
Übersicht über den Ablauf einer modernen Trauerfeier unter Mitwirkung der Trauernden
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Der Ablauf
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Hinweise zu den einzelnen Stücken
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| Glocken |
Nicht überall sind Glocken vorhanden
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| Instrumentalstück |
Orgel, anderes Instrument oder vom Tonträger abgespielt.
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| Bibelspruch |
Z.B. Taufspruch, Trauspruch des Verstorbenen
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| Begrüßung und Einstimmung |
Durch Priester, Pfarrer / Pfarrerin
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| "Eingangsgebet" oder / und Psalmtext |
Gut, wenn Trauergemeinde mit den
Geistlichen gemeinsam oder abwechselnd den Text lesen
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| Gedicht / Geschichte |
Gut, wenn Person aus der Trauergemeinde liest
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| Lied oder Musik |
Gemeinsam gesungener Liedvers
oder vorgetragen bzw. vom Tonträger abgespielt (CD / MP3)
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| Bibellesung |
Durch Pfarrer / Pfarrerin bzw. Pastor / Pastorin
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| Predigt / Ansprache |
Durch Pfarrer / Pfarrerin bzw. Pastor / Pastorin
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| (Reden) |
Worte aus der Trauergemeinde, wenn gewünscht
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| Stille / Musik / Erinnerungslied |
Zum stillen Gedenken: Stille
oder Instrumentalstück. Abspielen eines "Erinnerungsliedes"
(doch nicht, wenn schon vorher ein Lied abgespielt wurde)
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| Gemeindelied |
Beteiligung
der Trauergemeinde: Gemeindegesang, also gemeinsam gesungenes Lied oder alternativ gemeinsam gelesener Text
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| Fürbitten (Vaterunser) |
Schön, wenn einzelne Trauernde sich mit Fürbitten beteiligen und
mit Geistlichen im Wechsel lesen / Vaterunser gemeinsam, falls es nicht später am Grab
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| Wünsche / Segenswünsche / symbolische Handlungen |
Gute Wünsche, letzte Worte für den Verstorbenen können gelesen und /
oder symbolisch ausgedrückt werden - z.B. durch das Entzünden von Teelichtern
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| Abschluss |
Abschließende Bemerkungen der Geistlichen
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| Abschiedssegen für Verstorbenen und ggf. Abschlusssegen für Trauernde |
Falls nicht später am Grab: Abschiedssegen für den Verstorbenen und Segnung der
Trauernden. Bei großer Trauergesellschaft jedenfalls Segnung der Trauernden, da nicht alle mit zum Grab gehen werden.
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| Musik zum Auszug |
Falls etwas mit Text vorgespielt wird, so noch im Stehen verweilen und zuhören
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| Sarggeleit / Urnengeleit zur Ruhestätte |
Verbleibt Sarg oder Urne (zur Kremation oder späteren Beisetzung)
so ein kurzer stiller Abschiedsgruß vor dem Verlassen des Trauerraumes.
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| Am Grab |
Siehe dazu das Kapitel unter Nachher /Am Grab
|
Dieser Ablauf ist Vorlage für eine Bestattung
der evangelischen sowie katholischen Kirche und für einen ökumenischen Trauergottesdienst.
> zum Seitenanfang
weiter zu > Ablauf mit Textbeispielen und Liedvorschlägen
Beispiel für einen Beerdigungsalblauf mit
Textbeispielen, Musikvorschlägen und Liedvorlagen
Wie alle Beerdigungsabläufe, die Sie auf diesen Seiten ansehen können,
ist auch dies nur ein Beispiel, das Ihnen einen Einblick geben soll. Sie können Ihre Beerdigungsplanung davon anregen lassen.
Doch den endgültigen Ablauf Ihrer kirchlichen Trauerfeier, Ihrer Bestattungsfeier müssen Sie vor Ort
mit den zuständigen Personen (Pfarrer / Pfarrerin / Pastor / Pastorin / Diakon) besprechen.
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Glocken Instrumentalstück
Die Instrumentalversion von "Over the rainbow"
wird vom Tonträger (CD) eingespielt. Weitere Instrumentalstücke zur Auswahl.
Bibelspruch
"Lasst mich ziehen, haltet mich nicht; Gott hat meine Reise bisher
gnädig gesegnet, ich kann nun getrost zu ihm zurückkehren." (1 Moses – Genesis 24,56)
Hier sind alle Bibelsprüche.
Begrüßung und Einführung
"Ich begrüße Sie hier in der
Friedhofskapelle von Waltrop. Wir nehmen Abschied von "NN". In
Gedanken, mit Gebeten, Musik und Liedern sind wir ihr hier besonders nahe, rufen ihr "auf Wiedersehen"
zu und bitten Gott, der sie vor 79 Jahren in diese Welt schickte, nun seine Arme
weit auszubreiten, um sie in seiner Ewigkeit wieder zu empfangen."
Gebet oder Psalm
"Lasst uns beten: / Trauer und Schmerz ist in uns, großer Gott. /
N.N. ist von uns gegangen. / Uns bleibt nur, ihr nachzublicken. /
Uns bleibt auch der Trost, dass du sicherlich dort in der Ferne stehst, um sie zu empfangen. /
Sei du nun bei ihr und bei uns, denn wir brauchen Kraft, dort und hier. /
Trage unsere Gedanken, unsere Worte und unsere Liebe über die Grenze von Leben und Tod hinweg." (Alle:) Amen
Weitere Gebete
für den Beginn zur Auswahl und Psalmtexte
Gedicht / Geschichte / Weisheitsgeschichte
Eine Enkeltochter der Verstorbenen liest: Eine neue Geschichte vom kleinen Prinzen: Der kleine Prinz nimmt Abschied! > hier steht diese Geschichte
Anstelle dieser Geschichte kann hier eine andere Abschiedsgeschichte
stehen oder ein Gedichtzum Thema Tod und Sterben.
Gemeinsames Lied
Gemeinsam gesungen wird "Morgenlicht leuchtet",
die deutsche Fassung des Songs "Morning has broken" (Cat Stevens).
Begleitet wird der Gesang vom Organisten auf der elektronischen Orgel. Text und
Melodie findet man im Internet und im Evangelischen Gesangbuch. Hören Sie es
hier auf youtube von einem Chor gesungen: >
anhören
1. Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang. /
Frühlied der Amsel, Schöpferlob klingt. / Dank für die Lieder, Dank für den Morgen, /
Dank für das Wort, dem beides entspringt.
2. Sanft fallen Tropfen, sonnendurchleuchtet. / So lag auf erstem Gras erster Tau. /
Dank für die Spuren Gottes im Garten, / grünende Frische, vollkommnes Blau.
3. Mein ist die Sonne, mein ist der Morgen, / Glanz, der zu mir aus Eden aufbricht! /
Dank überschwänglich, Dank Gott am Morgen! / Wiedererschaffen grüßt uns sein Licht.
Text: Jürgen Henkys (1990) /
Melodie: Gälisches Volkslied (spätes 18. Jahrhundert)
Hier gebe ich Ihnen eine Aufstellung moderner Lieder für die Begräbnisfeier.
Bibellesung
(Da bereits die Geschichte von einer Person aus der Trauergemeinde gelesen
wurde, und noch ein weiterer Text durch Angehörige nach der Predigt vorgetragen wird, liest den Bibeltext der Pfarrer):
"Ich weiß doch, dass mein Erlöser lebt, und als der
letzte wird er über dem Staub sich erheben. Und ist meine Haut noch so
zerschlagen und mein Fleisch dahingeschwunden, so werde ich doch Gott sehen. Ich
selbst werde ihn sehen; meine Augen werden ihn erkennen. Danach sehnt sich mein Herz." (Auszug aus Hiob 19,25-27)
Ein religiöser, christlicher Gottesdienst sollte nicht ohne
Lesung einer Bibelstelle sein. Wählen Sie selbst aus dieser Sammlung
geeigneter Bibeltexte eine eine Bibelstelle aus.
Predigt
Die Predigt hält die Pastorin bzw. der Pastor mit Bezug
auf den gelesenen Bibeltext und das Leben der verstorbenen Person.
Beispiele für kurze Ansprachen zeige ich Ihnen unter "Trauerreden".
Nutzen Sie diese Vorlagen, um der Pfarrerin bzw. dem Pfarrer Ihre Vorstellungen
zu verdeutlichen oder einen eigenen Nachruf zu schreiben, mit dem Sie die Predigt ergänzen.
Stille
In der Stille, die der Ansprache des
Pastors folgt, wirkt das in der Predigt Gesagte nach. Der Leiter der Trauerfeier
kann die Stille mit einigen Worten einleiten:
Nutzen wir einen Moment der Stille, um ihr über
die Grenze von Leben und Tod zum Abschied die Hand zu reichen. Wer keine
Gelegenheit hatte, ihr noch etwas Liebes zu sagen, kann dies nun in Gedanken
tun. Wer ihr noch etwas verzeihen möchte, kann die Stille dazu nutzen.
Vielleicht hören Sie in der Stille ein liebes Wort, das sie noch sagt.
Eine kurze Stille kann in Instrumentalmusik übergehen. Ruhige,
sanfte Melodien sind hier angebracht.
Reden / Nachruf
Anstelle einer persönlichen Rede liest die
Tochter der Verstorbenen ohne einleitende Bemerkungen, direkt in die Stille
hinein einen Text, der vom Lied "Over the rainbow" inspiriert ist. Das Lied wird im Anschluss an diese Lesung
als gesungene Version eingespielt. Die Instrumentalfassung des Liedes leitete den Gottesdienst ein (s.o.).
Over the rainbow, / über dem Regenbogen, / weit, weit von
hier, / irgendwo dort liegt es / dort ist das Land, / von dem ich schon als Kind träumte.
Irgendwo dort / weit über dem Regenbogen / ist der Ort, wo Träume wahr
werden,/ o Sorgen dahinschmelzen, / wo kein Schmerz regiert, / wo keine Tränen fließen, / jenseits, weit dort.
Irgendwo über dem Regenbogen, / jenseits unserer Vorstellungskraft, /
sehe die Bäume grünen, / die Rosen blühen.
Schließe die Augen! / Sieh das Land mit mir, / von dem wir als
Kinder träumten, / dort werde ich sein, / fern von hier, nah bei dir!
Irgendwann werden wir uns wiedersehen, / dann wirst auch du dort
erwachen, / über den Dächern, / über den Wolken, / über dem Regenbogen, / weit, weit, hoch oben.
Dann werden wir / uns die Hände reichen, / unser Lachen wird erklingen, /
Frieden wird herrschen, / die Tränen werden versiegen / - hoch über dem Regenbogen, / somewhere over the
rainbow.
© Frank
Maibaum / Abschiedsbuch
Hier gebe ich Ihnen ähnliche meditative Texte
zu weiteren modernen Liedern und Songs.
Lied
Das Lied "Over the rainbow" wird
vom Tonträger eingespielt. Hier hören Sie es gesungen und gespielt von Israel
Kamakawiwo'ole: >
auf youtube anhören
Unter "Musik" zeige ich Ihnen eine Auswahl
moderner Lieder, die zur Begräbnisfeier gespielt werden können
Fürbitten Vaterunser
Das Vaterunser wird hier oder später am Grab (wenn die Beisetzung des Sarges
bzw. der Urne direkt folgt) gemeinsam gesprochen:
"Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name,
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und
die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen."
Gute Wünsche / Segenswünsche / Symbolische Abschiedshandlungen
Eine Freundin der Verstorbenen tritt vor und liest mit Blick zur Urne laut
und für alle Anwesenden hörbar:
Alles Gute wünschen wir dir zum Abschied. /
Alles Gute – was kann das sein in der Welt, in der du nun bist? /
Wir wissen nicht, was du da brauchst für deinen Weg!
Doch unsere Liebe schicken wir in deine Welt, /
unsere guten Gedanken, unsere Erinnerungen, / unser Verzeihen, unser Hoffen und Sehnen, /
unsere Tränen auch, unser Lachen und unseren Dank.
Alles Gute von uns geben wir dir gern, /
und alles Gute von Gott wünschen wir dir, / seinen Trost, sein Erbarmen, seine Vergebung, /
seinen Schutz, seine Gnade auch und seine Kraft, /
dass er dir grenzenlosen Frieden schenke, / innige Geborgenheit, eine ewige Heimat, /
seine bedingungslose Liebe.
Unsere Wünsche packen wir dir ins Gepäck; / und Gott gibt seinen Segen noch dazu. /
So kann deine Reise gelingen. / Auf Wiedersehen.
© Frank
Maibaum / Abschiedsbuch
Unter "
Segen / Wünsche"
finden Sie eine Auswahl von Wunschtexten, die im Rahmen einer Beerdigung gelesen werden können,
um damit eine verstorbene Person zu verabschieden.
An der Stelle der gelesenen Wünsche oder ergänzend dazu kann eine
Symbolhandlung stehen. Wünsche können verbunden werden mit dem Entzünden von
Teelichtern oder Kerzen. Briefchen mit guten Wünschen können auf den Sarg oder
neben die Urne gelegt werden. Trauergäste können an den Sarg treten, die Hand
auflegen und in Gedanken einen guten Wunsch sprechen.
Abschiedssegen
Pfarrerin wendet sich direkt im Anschluss an die Guten Wünsche der Urne zu,
hebt segnend eine Hand über die Urne und spricht:
"In die ewige Heimat mögen Engel dich geleiten, die
Chöre der Engel mögen dich empfangen, und Gott möge seine Arme weit
ausbreiten, dich beim Namen nennen und dir zurufen: Komm wieder Menschenkind"
Der Herr behüte deinen Ausgang und deinen Eingang
von nun an bis in alle Ewigkeit. Amen
Abschluss / Geleitwort
Pfarrerin lädt zum Urnengeleit ein: "Lasst uns nun noch einmal einen Weg mit der
Verstorbenen gehen. Wir begleiten sie zur letzten Ruhestätte."
Musik
Der Organist spielt Beethovens " Mondschein-Sonate"
(1. Satz der Klaviersonate Nr. 14 op. 27 Nr. 2 in cis-Moll). Dabei wird
die Urne aus der Friedhofskapelle getragen, die Trauergäste folgen.
Hören Sie die Mondscheinsonate hier auf youtube: >
anhören
Sarggeleit / Urnengeleit
Die Urne wird von der Trauergemeinde schweigend zum Grab
begleitet. Aus der Ferne kört man die Glocken der Dreifaltigkeitskirche,
die zu diesem Anlass geläutet werden.
Am Grab
Zum Ablauf am Grab siehe die Datei "Nachher / Am Grab" |
weiter zu > Erklärungen
zu einzelnen Teilen des Beerdigungsablauf
> zum Seitenanfang
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Grafiken, Bilder, Motive für die Trauerpost
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Liedblätter, Tischkärtchen zur Trauerfeier drucken können, haben wir
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zu Abschied und Trauer. |
Inhaltliche Bedeutung der einzelnen Stücken des
Bestattungsablaufs der evangelischen Kirche
Glocken
Glocken rufen zum Gottesdienst und läuten ihn ein
(läuten also z.B. fünfzehn Minuten vorher und direkt zu Beginn).
Mancherorts erklingt eine Vaterunserglocke, während die Trauergemeinde
das Vaterunser in der Kirche spricht. Vielerorts ist es Brauch, die Glocken zum
Sarggeleit zu läuten, also während der Sarg bzw. die Urne zur letzten Ruhestätte
begleitet wird. Ist am Friedhof keine Glocke vorhanden, so wird oft auch die Glocke der Gemeindekirche geläutet.
Ob Glocken im Rahmen der Beerdigungsfeier
erklingen, wann sie geläutet werden, und welche Glocken zum Einsatz
kommen, liegt an den örtlichen Gegebenheiten und ist zumeist in einer
"Läuteordnung" der jeweiligen Kirchengemeinde festgelegt.
Instrumentalstück
Die Musik kann schon ca. fünf Minuten vor Beginn der Trauerfeier einsetzen. So werden die
wartenden Trauergäste auf die Feier eingestimmt. Dies ist also der Ort für ein längeres Musikstück.
Ein Vokalstück (mit gesungenem Text) ist hier noch nicht angebracht.
Ein Text leitet zu sehr die Gedanken der Trauergäste, die aber noch die Gelegenheit haben sollen, ihren Gedanken
und Beobachtungen freien Lauf zu lassen.
In vielen Gemeinden wird Wert darauf gelegt, dass dieses Musikstück von der Orgel
(gegebenenfalls elektronische Orgel) oder einem Harmonium, jedenfalls live mit einem Instrument gespielt wird.
Bibelspruch
Ein biblischer Text zeigt zu Beginn stellt die Trauerfeierlichkeiten unter das Angesicht Gottes.
Ein kurzer Text ist hier angebracht (also nur ein Spruch), der als Motto über der Trauerfeier steht
und Trauer, Trost, Hoffnung ausspricht.
Ein Spruch, der im Leben des Verstorbenen
Bedeutung erhielt, zeigt, dass dieses Bibelwort ihn / sie auch weiterhin
begleitet. Der Taufspruch z.B. (oder der Trauspruch) ist also passend.
Begrüßung und Einführung
Die Begrüßung mit wenigen einführenden Worten geschieht durch Pfarrer bzw. Pfarrerin
(oder einem anderen Leiter bzw. einer Leiterin der Trauerfeier).
Eine Person aus der Trauergemeinde kann
sich durchaus schon hier mit einer kurzen Begrüßung an die Gäste wenden.
Eingangsgebet oder / und Psalm
Mit diesem Gebet stellt man sich einfach vor Gott und sagt ihm, wie man sich fühlt
(traurig, elend, verloren, einsam, hilflos) und warum man hier ist (zu
trauern, zu klagen, Abschied zu nehmen, zu danken, zu hoffen).
Ein Dankgebet oder Bittgebet oder Gebet mit Rückblick auf das Leben des Verstorbenen
sind hier noch nicht angebracht.
Traditionell steht hier ein Psalm. Psalmen sind uralte Texte (weit älter als das Christentum), mit denen Menschen
seit jeher ihre existentiellen Gefühle wie Angst, Schmerz, Hoffnung vor Gott ausdrücken.
Ein Psalm schafft etwas Distanz, denn man hört auf die Klage bzw. den Lob
und die Hoffnung die ein anderer Mensch ausdrückt.
Alte Übersetzungen passen durchaus in eine moderne Trauerfeier; doch auch moderne Psalmübertragungen,
Psalmmeditationen oder Psalmvariationen sind angebracht. So sehr sich
Psalmtexte dazu eignen, gemeinsam und im Wechsel gelesen zu werden, so
sollte hier die Trauergemeinde noch nicht mitsprechen. Die Menschen sind
noch dabei, anzukommen. An späterer Stelle kann ein Text gemeinsam oder im Wechsel gelesen werden.
Ein kurzes Eingangsgebet und ein anschließender Psalmtext können sich ergänzen.
Gedicht oder Geschichte
Ein lyrischer Text (Gedicht)
oder eine Geschichte kann gelesen werden. Gut, wenn dies jemand aus der
Trauergemeinde übernimmt. Hier kann z.B. ein Kind ein einfaches, Hoffnung machendes Gedicht vortragen.
Gemeinsamer Gesang, Liedvortrag oder Instrumentalstück
Wenn möglich, so sollte zumindest an einer Stelle im Verlauf des Trauergottesdienstes
gemeinsam ein Lied gesungen werden. Gemeindegesang lässt aufatmen,
verbindet die Trauernden miteinander und zeigt, dass man beteiligt ist.
Hier ist eine gute Stelle für das gemeinsame Singen. Geeignete Lieder finden Sie unter Lieder / Gesang.
Alternativ zum Gemeindelied kann ein Lied vorgetragen oder
vom Tonträger eingespielt werden. Dies sollte ein Lied sein, dass
allgemein zu einer Trauerfeier passt, noch kein spezielles
"Erinnerungslied". So haben die Gäste noch die Möglichkeit,
allgemein über Trauer, Abschied, Trost und Hoffnung nachzusinnen. Einige
werden an Trauersituationen und Abschiede denken, die sie bereits erlebt
haben. Wurde zu Beginn des Trauergottesdienstes die Melodie eines
bestimmten Liedes instrumental angehört, so kann hier die gesungene Version (Vokalfassung) desselben Liedes folgen.
Will man den Gesang oder den Liedvortrag erst an späterer Stelle einfügen,
so kann hier ein Instrumentalstück stehen, dass den Psalm, das Gedicht oder die Geschichte nachwirken lässt.
Bibellesung
Selbstverständlich gehört eine biblische Lesung in eine christliche, kirchliche,
religiöse Trauerfeier. Gelesen werden kann ein passender Text aus dem Alten oder dem Neuen Testament.
Wird der Text nach der Lesung vom Pastor / der Pastorin /
dem Priester in einer Ansprache inhaltlich ausgelegt, so wird er / sie gern den Text aussuchen. Auf Vorschläge durch die
Hinterbliebenen werden erfahrene Geistliche gern eingehen.
Predigt
Man sollte einer Bibelstelle zutrauen, dass sie von sich aus (ohne zusätzliche
Worte) ihre tröstende Kraft entfaltet. In einem modernen Bestattungsgottesdienst kann also durchaus auf eine Predigt verzichtet
werden, zumal, wenn noch andere, aussagekräftige Texte gehört werden,
wie Geschichte, Gedicht, Liedtexte.
Doch es ist durchaus gut, noch einige Augenblicke gemeinsam beim Bibeltext zu verweilen und seine Aussage auf
das Leben der verstorbenen Person zu beziehen. Dies ist Aufgabe und Inhalt der Predigt.
Die Ansprache der Geistlichen ist aber auch
der nicht berechenbare und empfindlichste Punkt im gesamten
Beerdigungsablauf. Eine lange Homilie (Auslegung des Bibeltextes) oder
eine Predigt, die über die Köpfe der Zuhörer hinweggeht, kann die
ausgewogene Dynamik der gesamten Beerdigungsfeier zerstören. Bedenken Sie
dies im Vorgespräch (Trauergespräch) gemeinsam mit dem Pfarrer / der
Pfarrerin. Haben Sie keine Scheu davor, ggf. um den Verzicht einer Predigt
zu bitten; die Geistlichen sind für Sie da, nicht umgekehrt.
Um Enttäuschungen vorzubeugen beachten Sie
die Hinweise, die Sie hier auf der website unter "Vorher / Trauergespräch"
Reden / Nachrufe
Kurze Trauerreden, Nachrufe können die Predigt ergänzen bzw. auch ersetzen.
Es ist ansprechend und bereichernd, wenn Trauernde an dieser Stelle kurz auf das Leben mit dem Verstorbenen
zurückblicken und berichten, wie sie den Verlust empfinden. Das können (auch Kinder ab dem Vorschulalter tun.
Doch bedenken Sie: Eine Rede hat nur Sinn, wenn sie gut gehört und verstanden wird. Ein "Trauerredner"
muss deutlich und laut sprechen. Sorgen Sie ggf. für eine Verstärkeranlage. Kinder sollten begleitet werden von jemandem, der
sie unterstützt, wenn sie stocken oder laut wiederholt bzw. zusammenfasst, was unverständlich ist.
Stille
Musik / Liedvortrag (Erinnerungslied)
Viele Textbeiträge sind nun vorausgegangen. Die Trauernden haben zugehört; nun
sollte Stille folgen, Zeit für Besinnung und die eigenen Gedanken wandern zu lassen.
Die Stille kann in einen Liedvortrag übergehen; dass also ein Lied "live gesungen" vorgetragen oder
vom Tonträger abgespielt wird. Doch achten Sie darauf, "Musik aus der Konserve" nicht mehrfach einzusetzen.
Die Trauerfeier erhält sonst eine zu technische, unpersönliche Atmosphäre und die einzelnen
Musikbeiträge verlieren ihr Gewicht. Es sollte im Verlauf der Feier nur ein Musikstück derart eingespielt werden.
Das Instrumentalstück zu Beginn ist von dieser Zählung ausgenommen, die instrumentale Eingangsmusik kann zusätzlich eingespielt werden.
Soll ein Erinnerungslied erklingen, so ist jetzt dafür der richtige Zeitpunkt. Ein Erinnerungslied ist ein Lied,
dass in besonderem Maße an die verstorbene Person erinnert. Es ist
entweder ihr Lieblingslied oder ein Song bzw. eine Melodie, die man mit
ihr verbindet. Das ist in seltenen Fällen ein Choral, Kirchenlied, Glaubenslied oder Song mit religiösem
Inhalt. Das ist kein Problem, denn denn nicht darum geht es, sondern um
die anerkennende, liebevolle Erinnerung und die Nähe, die das Musikstück
zum Verstorbenen und unter den Trauernden erzeugt.
Gemeindegesang
Zusätzlich zum "Erinnerungslied" oder an dessen Stelle ist hier ein von der
gesamten Trauergemeinde gesungenes Lied möglich.
Beachten Sie die Ausführungen zum gemeinsamen Gesang (weiter oben im Ablauf, vor der Bibellesung).
Wurde bisher kein Lied gemeinsam gesungen, so sollte man es nun tun. Die
Geistlichen helfen bei der Liedauswahl, damit ein Lied gefunden wird, dass
von der Mehrheit der Trauergäste mitgesungen werden kann. Auch wissen die
Pfarrer / Pfarrerinnen, wie man zum gemeinsamen singen motiviert.
Fürbitten
(Vaterunser)
Fürbitten dürfen in keinem christlichen Gottesdienst fehlen. Mit dem Herzen bei den
Menschen zu sein, die unser Mitgefühl, unsere guten Gedanken, unser Gebet
und schließlich unsere Hilfe brauchen, ist Kernpunkt christlicher Kultur.
In den Fürbitten sprechen wir diese Nähe aus, indem wir für diese Menschen beten.
Beim Begräbnis sprechen wir aus, was wir für die verstorbene Person erbitten, für die Hinterbliebenen, die
Trauernden und Menschen, die ähnlichen Trauersituationen sind. Wir beten
auch für uns selbst und gegebenenfalls für Opfer aktueller Katastrophen, Kriege, Gewalttaten.
Da hier die Gebetsanliegen der Trauernden ausgesprochen werden, ist es sinnvoll, wenn diese sich am Gebet aktiv
beteiligen. Suchen Sie als Trauernde Fürbitten mit aus, damit die Geistlichen sie für Sie lesen oder lesen Sie selbst
im Wechsel mit dem Pastor bzw. der Pastorin einzelne Fürbitten.
Die Trauergemeinde kann in das Fürbittengebet auch einbezogen werden, indem sie gebeten wird, zwischen
die einzelnen Fürbitten jeweils einen Satz zu sprechen oder zu singen. Ein häufiger Gebetsruf lautet: Herr, erbarme dich!
Gute Wünsche / Segenswünsche / Symbolische Abschiedshandlungen
Die Trauernden verabschieden die
verstorbene Person mit guten Wünschen. Eine oder mehrere Personen
sprechen diese Wünsche aus in Richtung Sarg oder Urne aus. Die guten
Wünsche im Rahmen der Beerdigung ähneln sehr den Fürbitten sowie auch
dem Segen. Während man die Fürbitten zu Gott spricht, wendet man sich
mit dem "Ich wünsche dir für deinen Weg ..." dem Verstorbenen
direkt zu. Den Segen spendet man im im Auftrag Gottes und sagt damit:
"Gott liebt dich und schenkt dir alles Gute"; die Wünsche
spricht man aus dem eignen Herzen und sagt somit "Ich liebe dich, ich wünsche dir alles Gute".
Anstelle der laut vorgetragenen Wünsche (oder ergänzend zu diesen) können symbolische Handlungen stehen,
mit denen man zeichenhaft Wünsche ausdrückt. So kann jeder Trauernde, dar
mag, mit einem stillen Wunsch entweder die Hand auf den Sarg bzw. die Urne
legen oder ein Teelichte entzünden und es auf oder neben den Sarg / die
Urne stellen. Kinder können selbstgemalte Bilder oder eine Grußkarte mit
hineingeschriebenem Wunsch zum Sarg bringen.
Ist der Sarg bzw. die Urne nicht dabei, so
kann man die Wünsche zu einem Bild des Verstorbenen sprechen oder tragen.
Abschluss
Der Pfarrer /
die Pfarrerin findet nun ein paar abschließende Worte. Falls man im
Anschluss nicht gemeinsam den Sarg oder die Urne zur letzten Ruhestätte
begleitet, gibt er / sie den Trauernden gute Wünsche mit auf den Weg.
Mitteilungen und Informationen zum weiteren
Verlauf der Beerdigungszeremonie ("Der Sarg bleibt stehen." /
"Wir begleiten die Urne zur letzten Ruhestätte") erden hier
gegeben. Falls Angehörige zum Anschließenden Beerdigungskaffee einladen
möchten, den Weg dorthin erklären müssen oder darum bitten, dass
nichtmotorisierte Gäste mitgenommen werden, so tun sie das an dieser
Stelle. Nach dem Schlusssegen / Abschiedssegen wird nichts mehr gesagt.
Abschiedssegen bzw. Schlusssegen
Diesen Segen zum Abschluss
spricht der Geistliche / die Geistliche. Bleibt der Sarg / die Urne stehen
stehen oder wird der Sarg zur Kremation abgeholt, so wird der Verstorbene
mit einem Segen verabschiedet. Die Trauergäste werden in diesem Fall mit einem Abschiedssegen entlassen.
Doch auch, wenn die Trauergesellschaft den Verstorbenen noch zur letzten Ruhestätte begleitet,
empfiehlt sich hier ein Schlusssegen (jedenfalls bei einer großen Beerdigungsgesellschaft)
denn manche der Anwesenden werden nicht mit zum Grabstätte gehen.
Die Segensformel der Geistlichen kann durch Segensworte Trauernder eingeleitet werden.
(Nicht, wenn vorher schon gute Wünsche ausgesprochen wurden; das wäre eine Dopplung.)
"Segensgedichte", lyrische Segensformulierungen, wie wir sie als
irische Reisesegen kennen, sind gut geeignet.
Der Segen ist stets und grundsätzlich das letzte Wort, dass man hört, bevor man geht.
Möchten Sie noch Informationen zum weiteren Verlauf der Bestattung geben, so tun Sie das
vor dem Segen unter "Abschluss".
Musik
Die
abschließende Musik begleitet ggf. das Hinaustragen der Urne bzw. des
Sarges und den Ausgang der Trauergäste. Hier sollte wieder ein längeres
Instrumentalstück stehen, denn "getextet" wurde im Verlauf der
Feier nun genug. So können die Gäste wieder ihren eigenen Gedanken Lauf lassen.
Steht an dieser Stelle noch ein Gesangsbeitrag, so sollte er ins instrumentale übergehen. Dann bleiben
Sarg, Urne und Gäste zunächst noch stehen, der Gesang wird still
angehört. Zu Ende des Gesangsvortrages setzt sich der Trauerzug in Bewegung.
Sarggeleit / Urnengeleit
Der Trauerzug zur "letzten Ruhestätte" geschieht nach regionaler,
örtlicher Tradition, üblicherweise still dem Sarg folgend.
Am Grab
Siehe dazu das Kapitel "Nachher / Am Grab" |
Passen Sie die vorliegenden Ablaufbeispiele der Form an, die Ihre Bestattungsfeier haben wird.
Die kirchliche Begräbnisfeier kann ein bis drei Stationen umfassen.
Bestattung mit nur einer Station = Gesamte Begräbnisfeier am Grab / Bestattungsfeier in zwei Stationen = Andacht in der
Kapelle bzw. Kirche + Abschied am Grab / Trauerfeier in drei Stationen = Kurze Andacht in der Trauerhalle + Abschied am Grab +
Trauergottesdienst (Requiem) in der Kirche. Siehe dazu die Allgemeine
Informationen zum Ablauf / Die Grundformen der Beerdigungsablaufs auf Seite "Ablauf Trauerfeier 1"
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Fünf Seiten Ablauf
Das Abschiedsbuch
Der Ratgeber zur Gestaltung der Trauerfeier:

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Trauerprogramm drucken, geben Sie die Quelle (abschiedstrauer.de) bzw. den Autor an (Frank Maibaum). Die Übernahme eines Textes in andere
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Geschenkbücher" zu Trauer, Abschied und Erinnerung:
Erinnerungen an einen lieben Menschen

Wenn die Sonne untergeht

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