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Im Angesicht des Todes

Auf das gemeinsame Leben schauen, erinnern und danken

Hand zeigt nach links Links finden Sie mehr Kapitel zum Thema "Am Sterbebett"

Auf dieser Seite:

Mit eigenen Worten erinnern

Dankgebet am Krankenbett

Mit eigenen Worten die Erinnerungen und den Dank ausdrücken.

Bei der Begleitung Sterbender kann es für die sterbende Person und die Trauernden gleichsam tröstend sein, wenn sie auf gemeinsame Wege zurück blicken und für Erlebtes ausdrücklich danken.

In den Kapiteln unter Texte / Gebete finden Sie viele ausformulierte und lyrische Texte. Doch Sie sollten auch mit persönlichen Worten ausdrücken, was Sie bewegt. Die folgenden Sätze sind Anregungen für mögliche eigene Worte.

 

Ich blicke zurück auf die Wege mit dir

Dich krank und leiden zu sehen, macht mich unsagbar traurig. Mein Herz ist voller Schmerz. Du siehst, dass ich viel weine. Doch mitten in diesem Schmerz spüre ich auch sehr viel Liebe. So traurig ich auch bin, so dankbar bin ich für alles, was wir miteinander erleben durften.

Ich blicke zurück auf die Wege mit dir. Wir sind auch schwierige Abschnitte miteinander gegangen. Doch in den Mittelpunkt der Erinnerungen treten nun die schönen Zeiten. Wunderbare Wege sind wir miteinander gegangen. Ich danke für das Leben mit dir. Ich danke dir.

 

 

Ohne dich wäre das Leben nicht lebenswert

Das Leben mutet uns viel zu: Mühe, Krankheit, Sorge, Not,  Leid und Schmerz. Vieles davon mussten auch wir miteinander erleben. Doch wenn ich wählen könnte zwischen einem Leben ohne Sorge, ohne Not, ohne Krankheit, ohne Schmerz, aber auch ohne dich, so würde mich für das Leben mit dir entscheiden. Im Rückblick wird alles Traurige und Schmerzvolle ganz unwichtig. Denn wir haben es gemeinsam erlebt. Das machte unser Leben so reich. Ich bin so unsagbar dankbar dafür.

Ich blicke zurück. In aller Traurigkeit und allem Schmerz denke ich an die wunderbaren Zeiten, die wir miteinander hatten. Wir haben gelebt, geliebt, gelacht, getanzt, gefeiert. So wunderbar ist unser Leben, weil wir es miteinander erleben durften. Wenn einer von uns voraus geht, geht er nicht allein. Die Liebe begleitet ihn und all die schönen Erinnerungen kann er mitnehmen.

Weiter: Durch das Auf und Ab der Jahre

 

 

 

Durch das Auf und Ab der Jahre bist du bei mir!

Durch das Auf und Ab so vieler Jahre sind wir gemeinsam gegangen.

Wenn ein Jahr begann, haben wir hoffnungsvoll nach vorn geschaut. So werden wir uns weiterhin nahe sein und gespannt jedes neue Jahr begrüßen.

Wir haben die Feste genossen, fröhlich gefeiert, gesungen, gelacht, getanzt. Wir werden uns weiterhin nahe sein bei allen Festen, die das Jahr uns bringt.

Wir haben uns im Leid beigestanden. Wir haben uns Mut gemacht, das Richtige zu sagen und uns für das Gerechte einzusetzen. Wir werden uns weiterhin nahe sein, uns gegenseitig trösten und stärken.

Zur Adventszeit haben wir Vorfreude miteinander geteilt und uns innig umarmt in der Weihnachtszeit. So werden wir uns weiterhin nahe sein, in gespannter Vorfreude und an jedem Fest der Liebe.

Wenn ein Jahr zuende ging, haben wir zurück geblickt, manchmal traurig, doch zumeist glücklich und immer dankbar. So werden wir weiterhin miteinander zurück blicken und gespannt nach vorn schauen.

Wir werden uns im Auf und Ab der Jahre, in Freude, Schmerz und Leid, im Schweigen, im Lachen, im Hoffen und Danken nie fern sein.

So viel haben wir miteinander erlebt, dass wir uns nie ganz verlieren werden. Oft werden wir uns über alle Grenzen hinweg die Hand reichen, und irgendwann, werden wir uns wirklich wiedersehen.

 

 

Wir hatten wunderbare Zeiten - und die Liebe bleibt

Ich erinnere mich an wunderbare Zeiten, die wir miteinander hatten. Was haben wir gelacht, getanzt, gefeiert! Wir waren erfüllt von Glück und Liebe. Dankbar bin ich für diese Zeit.

Die Lust zum Feiern ist uns vergangen, das Lachen ist verdrängt worden durch die Traurigkeit, das Glück scheint versunken in Dunkelheit.

Doch die Liebe ist geblieben, und mitten in die Traurigkeit möchte ich immer wieder Danke rufen. Danke für die gemeinsame Zeit.

Der Kopf steht uns nicht nach lachen, tanzen und feiern. Wie die Zukunft sein wird, wissen wir nicht. Doch was immer auch kommt, Die Liebe und der Dank werden bleiben in alle Ewigkeit.

Weiter: Erinnerung an schönste Zeiten

 

 

 

Trauversprechen erinnern

Wie schnell die Zeit vergangen ist. Ich weiß noch, wie wir uns am Traualtar (im Standesamt) das Ja-Wort gaben. Unendlich glücklich waren wir. Wir waren so dankbar, dass unsere Lebenswege sich gekreuzt haben.

Wir haben damals versprochen, uns gegenseitig als Geschenk aus Gottes Hand zu nehmen. Wir haben im Angesicht Gottes gelobt, in guten und schlechten Zeiten zueinander zu halten solange wir leben.

Wir haben die guten Zeiten erlebt; wir sind auch schwere Wege miteinander gegangen. Unsere Liebe wurde manchmal auf die Probe gestellt.

Wir haben zu Beginn unseres gemeinsamen Weges versprochen, zueinander zu halten, solange wir leben. Damals haben wir nicht gewusst, dass die Zeit so schnell verrauscht und das Leben eigentlich viel zu kurz ist.

Die Zeit ist näher gekommen, dass einer von uns vorausgeht und einer zurück bleibt. Und wieder stehen wir vor Gottes Angesicht, Hand in Hand. Doch heute verspreche ich noch mehr: Nicht nur so lange wir leben, sondern für alle Ewigkeit bin ich  dankbar dafür, dass ich diese Wege mit dir gehen durfte.

Nicht nur so lange wir leben. Nein, auch, wenn der Tod uns trennt, werde ich dich weiter lieben. Ich werde zu dir halten, nicht nur in guten und schlechten Zeiten dieses Lebens, sondern über dieses Leben hinaus. Nicht nur bis zum Ende dieses Lebens, sondern über alle Grenzen von Leben und Tod hinaus wirst du in meinem Herzen sein. Nichts und Niemand kann uns trennen, du bist mein und ich bin dein für immer, bis in alle Ewigkeit.

Wenn ein Ehepaar durch den Tod getrennt wird, so kann es sich am Sterbebett noch einmal die Liebe zusprechen. Diese Liebesbekundung erinnert an das Trauversprechen bzw. Treuegelöbnis, das man sich seinerzeit im Standesamt bzw. am Traualtar gab.

 

 

 

Eine Todkranke Person nimmt Abschied und erinnert sich - Ein Text an die Zurückbleibenden

Wenn ich gehe, werdet ihr sehr traurig sein. Ich werde auf eure Tränen schauen und dankbar dafür sein. Ja, weint ruhig, denn eure Tränen tun mir gut. Sie tragen mich in Gedanken durch mein Leben.

Eure Tränen tragen mich in Gedanken durch meine Kindheit. Auf einem Rinnsaal von Wehmutstränen, die ihr für mich weint, winke ich meiner Mutter zu und dem Vater und meiner Heimat. Danke rufe ich!

Eure Tränen tragen mich in Gedanken durch meine Jugendzeit. Auf einem Bach von Liebestränen, die ihr für mich weint, blicke ich auf die Ereignisse, die verletzten und auf die Momente des Glücks.

Eure Tränen tragen mich in Gedanken durch die Erinnerungen meines Erwachsenseins. Auf einem Fluss von Tränen der Erinnerung, die ihr für mich weint, spüre ich die Liebe, die ich erfahren durfte. Eure Trauertränen besänftigen die Zeiten des Schmerzes. Danke für eure Tränen.

Schämt euch eurer Tränen nicht. Weint ruhig um mich, wenn ich Abschied nehmen werde.

Der Strom von Tränen, die ihr um mich weint, wird mich tragen, durch Bäche der Erinnerung, Ströme der Liebe.

Weint ruhig um mich. Weint die Wehmutstränen, die Liebestränen, die Trauertränen. Doch vergesst die Hoffnungstränen nicht. Sie tragen mich schließlich ans Ziel, begleiten mich in die Ewigkeit.

In zeitloser Ewigkeit werde ich dann verweilen, nicht zu greifen, nicht festzuhalten. Doch ich werde da sein, dank eurer Tränen.

Danke rufe ich!

Weiter: Am Krankenbett bzw. Sterbebett beten

 


Bücher zum Thema Sterbebegleitung

Offenes Buch

Sterbende begleiten


 

Im Angesicht des nahen Todes mit einer todkranken Person ein Dankgebet sprechen

Die Situation, von einem Menschen für immer Abschied nehmen zu müssen, ist traurig, erdrückend, schmerzlich, kaum zu ertragen. Doch die tiefe Trauer schließt nicht aus, dass man auch dankbar ist für das Leben, das einem geschenkt wurde und für die Zeit, die man miteinander erleben durfte. Sich des Dankes bewusst zu werden, ihn in einem Dankgebet zu formulieren und vor Gott auszusprechen, tut ebenso dem sterbenden Menschen gut, wie auch den Trauernden Angehörigen.

 

Danke, großer Gott - Ein Dankgebet zum Abschied

Großer Gott, wir wussten immer, dass der Zeitpunkt einmal kommt, an dem wir uns verabschieden müssen. Nun ist der Abschied nahe. Wir werden uns "Auf Wiedersehen" sagen und ein liebes "Tschüß".

In deinem Angesicht schweifen unsere Gedanken zurück auf die gemeinsame Zeit. Das Schöne, das wir gemeinsam erleben durften leuchtet auf. Wir verweilen einen Augenblick bei diesen schönen Erinnerungen. (Kurze Stille) Wir bewahren diese Erinnerungen im Herzen und sagen danke, danke großer Gott, dass du das möglich machtest.

Du weißt, allmächtiger Gott, dass wir auch schwere Zeiten miteinander durchlebten. Mitten in Not uns Schmerz haben wir an deiner Nähe gezweifelt. Doch nun, im Rückblick danken wir dir auch für traurige Zeiten. Denn wir wissen, dass auch sie zum Leben gehören und es abrunden.

Alles hat seine Zeit, und alles hat in unserem Leben seine Zeit gehabt. Danke, Allmächtiger. In deine Hand legen wir nun unsere Zukunft.

 

 

Unsere Buchempfehlung

Für Menschen, die ehrenamtlich sterbende begleiten. Das Celler Modell zur Vorbereitung Ehrenamtlicher in der Sterbebegleitung. Gebundene Ausgabe / 176 Seiten = 19,95 Euro

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Schau auf Trauer, Schmerz, Liebe und Dankbarkeit

Großer Gott, dass wir traurig sind ist offensichtlich.

Die Traurigkeit erdrückt uns schier; denn wir sehen, dass die wunderbaren Zeiten, die wir miteinander erleben durften schnell verrauschten und ein Ende haben.

Es ist, als ob der Schmerz uns zerreißt, denn wir können uns nicht vorstellen, getrennt voneinander zu sein.

Du siehst den Schmerz, gütiger Gott; doch sieh auch unsere Dankbarkeit und Liebe!

Mitten in Trauer und Schmerz sind wir unendlich dankbar für alle Wege, die wir miteinander gehen durften, für alle Erlebnisse, die wir teilen konnten.

In uns ist Liebe! Diese Liebe wird durch nichts erdrückt, nicht durch Schmerz, nicht durch Leid; und selbst der Tod kann sie uns nicht nehmen. Sie ist sogar stärker denn je.

In deine Hände, allmächtiger Gott, legen wir unsere Traurigkeit, unseren Schmerz,  unsere Dankbarkeit, unsere Liebe und Alles, was kommen wird.

Wohin unsere Wege auch führen, begleite uns weiterhin.

Amen.

Weiter: Abschied und Dank für Mutter und Vater

 

 

 

Dank für Vater und Mutter

 

Rückblick auf das Leben mit der Mutter

Allmächtiger Gott, du umspannst die Vergangenheit, die Gegenwart und Zukunft. Bei dir ist die Heimat all der Menschen, die waren, die sind und die sein werden.

Schau mit uns zurück auf das Leben unserer lieben Mutter.

Wir sehen sie als Kind mit ihren Eltern. - Wir sagen mit ihr: Danke für die Zeit.

Wir schauen auf ihre Schulzeit. Ihre Jugendzeit wird vor unseren Augen lebendig. - Danke!

Wir sehen, wie sie sich als Mutter sorgte, wie sie sich aufopferte und immer da war, wenn sie gebraucht wurde. Danke sagen wir dir großer Gott für die Kraft, die du ihr schenktest und Danke sagen wir ihr für alle Liebe.

Allmächtiger Gott, du hast sie nicht an Leid und Krankheit vorbei geführt. Doch mitten hindurch hast du sie begleitet. Danke.

Was immer auch geschieht, wie immer das Leben auch weiter geht, sie wird immer in unserem Herzen sein.

 

Dank für den Vater

Allmächtiger Gott, traurig stehen wir am Krankenbett unseres Vaters. Seine Kräfte lassen nach.

Wir sehen ihn hier so schwach vor uns. Doch wenn er einmal von uns geht, werden wir ihn nicht so hilflos in Erinnerung behalten. Wir werden ihn immer in unserer Erinnerung haben als den starken Mann, der er den größten Teil seines Lebens war.

Er war sich nie zu fein, anzupacken. Er hat gearbeitet und gearbeitet. Er hat gesorgt für uns.

Als junger Mann hat er mit daran gearbeitet, dass nach dem Krieg aus Schutt und Asche wieder ein Land entsteht, in dem man gut leben kann. Mit Dank und Ehrfurcht denken wir an die Menschen seiner Generation; und mit Liebe und tiefer Dankbarkeit sind wir bei ihm.

Er wollte nie hoch hinaus, wollte keinen Ruhm, aber da sein für seine Lieben. Das werden wir ihm nie vergessen.

Wenn er uns einmal verlassen wird, so öffne du deine Arme weit und lass ihn ewig unseren Dank und unsere Liebe spüren. Das wird uns verbinden über alle Grenzen hinweg, auch über die Grenze von Leben und Tod.

Wir rufen ihm immer wieder zu: Danke, Papa.

 

 

Mehr Texte zum Tod von Mutter und Vater

Im Kapitel Trauerreden mit Geschichten und Texten zum Abschied von Mutter oder Vater steht die Geschichte "Danke Mutter".

In einem extra Kapitel finden Sie Trauersprüche / Sinnsprüche zum Tod von Eltern und Großeltern!

 

 

Mehr Kapitel "Sterbende begleiten"

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1 Sterbende begleiten

3 Trösten / Stärken

4 Versöhnen

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Mein Name ist Frank Maibaum.
Ich habe abschiedstrauer.de geschrieben und ins Netz gestellt.

Foto: Frank Maibaum

Damit Sie eine Trauerfeier gut planen können habe ich dieses Buch geschrieben - mit Ratschlägen und Lesetexten, Sprüchen, Liedvorschlägen, Abschiedsgeschichten u.v.m.

Das Abschiedsbuch

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