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Ein Angebot von Dipl.-Päd. Pfr. Frank Maibaum  © 2010 www.frank-maibaum.de  /    Impressum  /  Urheberrecht

 

Ein geliebter Mensch ist gestorben.

Eine trauernde Person hält als Hinterbliebener eine Traueransprache.

Beispiel für eine Bestattungsrede, die ein trauernder Angehöriger des Gestorbenen (Sohn, Tochter oder anderer naher Verwandter) bei der Trauerfeier liest

 

Der Text der Trauerrede

Sie treten vor die Trauergemeinde. Sie nehmen zunächst Blickkontakt zu den Zuhörenden auf, lassen Sie sich Zeit; die Trauer verlangsamt auch die Aufmerksamkeit der Zuhörer. Dann beginnen Sie laut zu lesen. Stellen Sie sich vor, Sie sprechen zu denen, die ganz hinten sitzen und zu denen, die schwer hören.

"Der amerikanische Schriftsteller Thornton Wilder (gesprochen: Sornten Wailder) hat einmal gesagt:

Da ist ein Land der Lebenden und da ist ein Land der Toten; als Brücke dazwischen ist unsere Liebe.

Da ist ein Land der Lebenden. Wir haben dieses Land mit ihm (dem Verstorbenen) erlebt. Manche von uns sind mit ihm einige Schritte gegangen, andere fast den gesamten Lebensweg. Über die Zeit im "Land der Lebenden", gemeinsam mit ihm, haben wir viele Erinnerungen und können sehr viel erzählen. Gerade in den letzten Tagen sind viele dieser Erinnerungen wieder wach geworden."

Hier können einige konkrete Erinnerungen eingefügt werden. Das müssen nicht nur eigene Erinnerungen sein, auch Bemerkungen, die Verwandte, Bekannte, Kollegen berichtet haben, können vorgetragen werden.

Wir erinnern uns an glückliche Stunden mit ihm in unserer Mitte, an lustige Erlebnisse, an Feste und Feierlichkeiten mit ihm, an Freude und Ausgelassenheit; doch da sind auch Erinnerungen an Krankheit, an traurige Erlebnisse und schwere Stunden.

Gibt es eine Erinnerung an die Kindheit, die Jugend, die Familie, an Hobbys, an die Arbeit, an Tätigkeiten in Vereinen, an Urlaube, an herrliche Erlebnisse, lustige Begebenheiten, besinnliche Stunden, an Glück oder Krankheit?

Gern können Sie typische Situationen oder Verhaltensweisen beschreiben: "Unvergesslich wird uns bleiben, ... wie er auf seiner Bank saß und seinen Garten betrachtete ... wie er sich den ganzen Samstag auf die Sportschau freute ... mit welcher Begeisterung er seinen Verein anfeuerte."

Ein Moment der Stille kann den Erinnerungen folgen. Diese Stille kann ca. eine Minute andauern. Das gibt jedem Trauergast die Möglichkeit, eigene Erinnerungen aufkommen zu lassen.

Diese Stille kann z.B. so eingeleitet werden:

Die Erinnerungen an ihn in diesem Land der Lebenden sind unterschiedlich. Erinnerungen an glückliche Stunden sind dabei, an lustige Erlebnisse, an Feste und an Feiern mit ihm, an Freude und Ausgelassenheit. Doch da sind auch Erinnerungen an Krankheit, an traurige Erlebnisse und schwere Stunden. In der Stille kann sich nun jeder einen Augenblick lang selbst erinnern an die Schritte und Wege mit ihm, die man besonders in Erinnerung behält.

So kann die Rede weitergehen:

Da ist ein Land der Lebenden - und da ist ein Land der Toten, sagt der Dichter. Über das Land der Lebenden gemeinsam mit ihm haben wir viele Erinnerungen und könnten noch viel mehr erzählen, mehr noch, als die Zeit hier und heute reicht.

Über das Land der Toten, können wir nichts sagen. Dahin ist er nun unterwegs. Wir wissen nicht, wie es dort sein wird und was ihn dort erwartet. Wir können ihm nur hilflos nachblicken. Wir geben ihm aber unsere guten Wünschen mit für die Wege, die er nun geht, für das Land, das ihn erwartet."

Hier können gute Wünsche eingefügt werden. Es eignen sich dazu Texte, wie sie im Kapitel " Segen / Wünsche" stehen. Idealerweise liest diese Wünsche eine andere Person.

Sehr beeindruckend ist, wenn diese Wünsche nicht von vorn gelesen werden, wo der Redner steht, sondern aus der Trauergemeinde kommen. Dabei werden die Wünsche vom Platz aus gelesen, aber bitte so laut, dass alle Trauergäste den Text gut hören können.

"Da ist ein Land der Lebenden und da ist ein Land der Toten; und als Brücke zwischen beiden steht unsre Liebe. Diese Brücke ist stark; sie wird lange halten; bei einigen von uns für alle Ewigkeit.

Es ist eine Brücke, gebaut aus Steinen der Liebe, befestigt mit unseren Tränen, verfugt mit unseren Erinnerungen und unseren guten Gedanken. Lasst diese Brücke stark sein, als Verbindung zu ihm; als Verbindung über die Grenze hinweg, über die Grenze zwischen dem Land der Lebenden und dem Land der Toten.

Da ist ein Land der Lebenden und da ist ein Land der Toten; und da ist als Brücke zwischen beiden unsere Liebe."

(Falls der Sarg oder die Urne aufgebahrt ist, so nun dorthin gewandt:)

"Tschüss, adieu, bis dann, bis irgendwann, bis auch wir über diese Brücke gehen werden."

 

 

Bedenken Sie beim Vortragen dieser Trauerrede:

Passen Sie die Rede Ihrer Situation an. Oft liest man, eine Rede müsse mit einer Anrede eröffnet werden. Nein! Das ist zu formell und zeigt Distanz. Beginnen Sie die Rede ohne Anrede, also nicht "Liebe Trauergemeinde" oder ähnlich. Sie als Redner bzw. Rednerin gehören jedenfalls zur Trauergemeinde, wie Ihre Beziehung zum Verstorbenen auch ist. 

Lassen Sie sich nicht einreden, Sie müssten die Rede frei, auswendig halten. Machen Sie sich diesen Stress nicht. Gerne darf man eine Trauerrede ablesen. Doch lesen Sie langsam; machen Sie nach einigen Sätzen jeweils eine Pause, in der der Text auf die Zuhörer wirken kann. Schauen Sie in diesen kleinen Pausen auf, und blicken Sie die Zuhörer an!

 

 

Infos zu dieser Traueransprache:

Dieser Redevorlage liegt der Spruch "Da ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten; dazwischen ist als Brücke unsere Liebe" zugrunde. Der Bezug auf diesen Trauerspruch ermöglicht eine einfache, übersichtliche Gliederung der Ansprache:

Im ersten Abschnitt dieser Trauerrede wird auf die Wege zurückgeblickt, die man gemeinsam ging ("Da ist ein Land der Lebenden"). Nach diesem Rückblick auf das gemeinsame Leben, verabschiedet der Redner die verstorbene Person (Da ist ein Land der Toten). Im dritten Abschnitt schließlich spricht er über die Gefühle der Liebe, des Dankes und der Trauer, die mit dem Verstorbenen verbinden ("Als Brücke steht die Liebe").

Diese Trauerrede kann in der Trauerhalle, Friedhofskapelle, Trauerkirche oder am Grab gehalten werden. Sie ist nicht länger als fünf Minuten, selbst wenn Sie einen Moment der stillen Erinnerung und "Gute Wünsche" einfügen.

 

 

Es ist eine Rede zum Abschied für verschiedene Sterbesituationen und unterschiedliche Verstorbene.

Dieses Beispiel einer Trauerrede ist allgemein. Die Rede passt also zum Tod einer älteren wie auch einer jüngeren Person, eines Vaters wie auch einer Mutter. Ebenso eignet sie sich als Nachruf für eine Person, die plötzlich verstarb, wie auch zum Abschied nach langer Krankheit.

 

Urheberrecht

Diese Rede zur Bestattung dürfen Sie für private Zwecke gern so nutzen, natürlich brauchen Sie dabei nicht angeben, woher Sie die Vorlage haben. Sie dürfen sie auch gern verändern und Ihren Bedürfnissen anpassen. Die Übernahme des Textes in andere Printmedien bzw. auf Internetseiten ist nicht gestattet. Sie dürfen den Redetext so oder leicht verändert auch nicht in Foren veröffentlichen. Das bedarf der ausdrücklichen, schriftlichen Genehmigung.

 

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Mein Name ist Frank Maibaum.
Ich habe alle Texte für abschiedstrauer.de geschrieben.

Foto: Frank Maibaum

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